Der "Powder Belt" befindet sich in Zentral-Hokkaido und umfasst das Daisetsuzan-Gebirge und die umliegenden Skigebiete. Das Gebiet erstreckt sich von Norden nach Süden und fängt den vorherrschenden Westschnee ein der ständig über die Insel weht. Aufgrund der kalten Temperaturen und der geringen Luftfeuchtigkeit ist der Schnee hier besonders leicht und trocken. Dies ist unser Hinterhof und wir haben uns für unser Skigebiet Skibetrieb zu gründen, weil wir hier ein außergewöhnliches Freeride- und Backcountry-Angebot vorfinden. Die Region liegt etwas abseits der beliebten Niseko- und SW-Region von Hokkaido und bietet ein angenehmes lokales Gefühl. Die Kombination aus fantastischem Essen, wohltuenden heißen Quellen und der Freundlichkeit der Einheimischen ist phänomenal.
Unsere zweite Destination nach Tomamu auf unserem JAPOW Roadtrip 2023 wird Asahidake sein. Der sagenumwobenen Mt. Asahi-dake (jap. 旭岳). ist ein 2291 m hoher Vulkan und der höchste Berg Hokkaidos Im Januar und Februar rollt eine Schneewalze nach der anderen heran und überschüttet Japans Nordinsel mit dem wunderbar pulvrigen „Japow“, der Hokkaido in der internationalen Skiszene so berühmt gemacht hat.
Dieser Feuerberg im Daisetsuzan Nationalpark ist immer noch aktiv - und das sieht, hört und riecht man. An seinen Flanken zischen Fumerolen. An klaren Tagen setzen sich diese direkt aus der Schneedecke aufsteigenden weißen Wolken wunderbar vom tiefblauen Himmel ab.
Doch meistens herrscht dichter Schneefall und sie sind mit dem Auge kaum erkennbar - aber dafür umso besser zu riechen. Es stinkt nach Schwefel, als stehe man am Eingang zur Hölle. Die Ureinwohner Hokkaidos nannten die Gegend in ihrer Sprache „Kamuimintara“, was so viel heißt wie „Spielplatz der Götter“. Und Mt. Asahidake ist wahrlich ein göttlicher Spielplatz und das wohl ungewöhnlichste Ski Resort Japans. Es besteht aus nicht viel mehr als einer Gondelbahn. Wirkliche Pisten gibt es nicht. Der Berg ist ein einziges, riesiges Freeride-Revier mit Liftzugang. Wer sich nicht auskennt und auf eigene Faust durch die lichten Wälder mit den filigranen Espen-Bäumen powdert, sollte sich nicht zu weit von der Gondelbahn entfernen. Freeriden in diesem „Japow“ ist schlichtweg traumhaft.
Wer sie zu spät sieht oder riecht, stürzt hinein. Wer zudem noch allein unterwegs ist, kommt nur schwer wieder raus aus der Falle. Am Mt. Asahidake ist auf jeden Fall Vorsicht geboten, zumal man sich leicht verirrt. Wenn der Mt. Asahidake in dichte Wolken gehüllt ist, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als relativ nahe unter der Gondel abzufahren. So dreht man eine Runde nach der anderen. Für jede Bergfahrt wird ein Feld auf der Stempelkarte entwertet. Mittags trifft man sich auf eine „Ramen-Bowl“ in einem kleinen Souvenir Shop in der Talstation.
Oben auf dem Berg gibt es nichts. Nichts außer Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Rund 14 Meter fallen pro Saison. Und der Schnee hier ist noch viel trockener als der in Niseko. Der Mt. Asahidake ist fast 1000 Meter höher als das größte Skigebiet der Insel, dessen Abfahrten zwischen 1308 und 260 Metern liegen. Außerdem ist die Distanz zum Ozean größer. Die Schneequalität ist einmalig. Selbst im dichtesten Schneetreiben braucht man beim Autofahren keine Scheibenwischer, der Powder wird einfach aufgewirbelt.



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